Bedeutung der verschiedene Strahlenarten

Die Strahlen der Sonne

Das Sonnenlicht lässt sich in die verschiedenen Strahlenarten unterteilen. Zum einen in das "sichtbare Licht" und die Infrarot-Strahlen und zum anderen in die verschiedenen UV-Strahlen. Die UV-Strahlen werden nochmals in die drei verschiedenen Strahlenarten unterteilt: die UV-A Strahlen, die UV-B Strahlen und die UV-C Strahlen.




Die UV-Strahlung ist für das Auge nicht wahrnehmbar

Die UV-Strahlen sind für den Menschen nicht wahrnehmbar, aber sie sind energiereich genug um Schäden an der Erbsubstanz (DNS) zu verursachen. Sind die Veränderungen an der DNS gering, werden sie von speziellen "Reparaturenzymen" (Enzyme) wieder ausgebessert. Bei schwereren und immer wiederkehrenden UV-Überdosierungen können allerdings dauerhafte Schäden an der DNS entstehen. Sie führen oftmals zur Entartung der betroffenen Zellen und schließlich zur Entwicklung von Hautkrebs. Das menschliche Auge vermag elektromagnetische Strahlung mit einer Wellenlänge von etwa 400 nm bis etwa 750 nm als Licht zu registrieren. Dabei erscheint Strahlung mit einer Wellenlänge von 750 nm als rot und die von 400 nm als violett. Ein Nanometer (nm) ist ein milliardstel Meter (10-9 m). Strahlung mit einer größeren Wellenlänge als 750 nm wird als Infrarotstrahlung (IR-Strahlung) mit einer Wellenlänge, die kleiner ist als 400 nm, als Ultraviolett Strahlung (UV-Strahlung) bezeichnet. Dabei werden drei UV-Bereiche unterschieden, die physikalisch und biologisch verschiedene Wirkungen besitzen.




Die UV-C Strahlen (Wellenlänge = ca. 100-280 nm): Diese besonders aggressiven Strahlen sind extrem kurzwellig und werden zur Zeit noch von der Ozonschicht absorbiert; aber die Ozonlöcher werden immer größer. (Man spricht von einem Ozonloch, wenn die knapp 30 Kilometer dicke Ozonschicht kurzfristig um 50% abnimmt.) Könnten diese Strahlen im vollen Umfang zur Erde vordringen, wäre kein biologisches Leben auf der Erde mehr möglich. Viel schwerwiegender ist jedoch die permanente Abnahme der riesigen UV-Schutzbrille, die in den letzten 30 Jahren um ca. 10% geschwächt wurde und sich jedes kommende Jahr um weitere 0,5% verringern wird. Schuld daran ist der bisher zur Herstellung von vielen Produkten verwendete Fluorchlorkohlenwasserstoff (FCKW), der das Ozon zersetzt. Selbst ein sofortiges weltweites FCKW-Verbot würde frühestens in 20 Jahren Wirkung zeigen.

Die UV-B Strahlen (Wellenlänge = ca. 280-320 nm): Bei diesen Strahlen handelt es sich um kurzwellige Strahlen und ihr Anteil beträgt ca. 0,4%. Der äußerst schädliche UV-B-Anteil des Sonnenlichtes ist abhängig von der geographischen Breite, der Tageszeit und dem Ausmaß der Luftverschmutzung. Die Verringerung der Ozonschicht lässt die UV-Strahlung vor allem in diesem Bereich ansteigen. Diese Strahlen werden größtenteils in der Oberhaut aufgehalten und dringen nicht so tief in die Haut ein wie die UV-A Strahlen. Die UV-B Strahlen verursachen hauptsächlich oberflächliche Schädigungen, d. h. wenn die Bestrahlung z. B. bei einem Sonnenbad einen individuell unterschiedlichen Grenzwert, die so genannte "Erythemschwelle", überschreitet, treten akute Schäden auf. Es kommt nach einigen Stunden zu einer Rötung ("Erythem" oder Sonnenbrand) und durch eine gefäßerweiternde Reaktion zu einer erhöhten Durchblutung und dadurch zur Schwellung der bestrahlten Haut - Juckreiz und Schmerzen dieser Stellen sind meist die Folge. Die Erythemwirksamkeit ist im UV-B-Bereich um ein Vielfaches größer als im UV-A-Bereich. UV-B Strahlen führen deshalb zu einer Verdickung der Oberhaut (Akanthose und Hyperkeratose) und zur Ausbildung der so genannten Lichtschwiele. Diese hat, wie auch die auf einen Sonnenbrand folgende Spätpigmentierung, zwar eine Schutzwirkung bei weiterer Besonnung, kann nach langen Jahren des Sonnenbadens jedoch kosmetisch sehr störend werden.

Die UV-A Strahlen (Wellenlänge = ca. 320-400 nm): Der Anteil dieser Strahlen beträgt ca. 3,9% und man bezeichnet diese Strahlen als langwellige Strahlen, da sie weitaus tiefer in die Haut (bis in die Lederhaut) eindringen. Zum Vergleich: Das sichtbare Licht mit seiner größeren Wellenlänge von 400-780 nm erreicht sogar das tiefer liegende Unterhautfettgewebe.



Textauszüge, Bilder und Graphiken stammen aus den folgenden Quellen:

Bundesamt für Strahlenschutz, Flyer:
"Mit heiler Haut durch den Sommer"

Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention, Flyer:
"Die Kleinsten tragen das größte Risiko. Der Sonnenratgeber für die Haut ab 0.",
"Achtung, Sonne. Eine Packungsbeilage für die ganze Familie.",
"So schützen Sie sich vor dem schwarzen Hautkrebs.",
"Der kleine Sonnenreiseführer."

Deutsche Krebshilfe e. V.; Flyer:
"Umdenken! Dem Krebs aktiv vorbeugen. Sonne ohne Schattenseite"

www.fuersonnegegenkrebs.de
www.m-ww.de
www.krebsinformation.de
www.netdoctor.at
www.unserehaut.de
www.krebshilfe.de












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