Der UV-Index

Wie wird die UV-Strahlung gemessen?

Vor allem durch das geänderte Freizeit- und Sozialverhalten in den letzten Jahren bedingt, hat sich die Exposition durch UV-Strahlung teilweise erheblich erhöht. Außerdem hat sich - bisher vor allem in der südlichen Hemisphäre - die UV-B-Exposition durch die Verringerung der Ozonschicht verstärkt.





Es scheint, dass die natürlichen Schutzmechanismen der Haut nicht mehr ausreichen, um mit dieser Mehrbelastung fertig zu werden. (Tragen Sie deshalb in den Sommermonaten nur Bekleidung die mit UV-Schutz ausgestattet ist. Diese Artikel finden Sie auch in unserem Shop.) Um den Menschen zu helfen, Risiken zu erkennen und gegebenenfalls zu verhindern, wird seit 1993 die UV-Strahlung in Bodennähe kontinuierlich überwacht. Dazu ist vom Bundesamt für Strahlenschutz und dem Umweltbundesamt ein UV-Messnetz aufgebaut worden.

Dieses Netz umfasst die vier Messstationen Zingst/Ostsee, Langen bei Frankfurt, Schauinsland im Schwarzwald und Oberschleißheim bei München. Durch die Zusammenarbeit mit der Universität Kiel mit einer Messstation auf Sylt, der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, dem Landesamt für Umweltschutz in Kulmbach/Bayern sowie dem Deutschen Wetterdienst in Potsdam kommen vier weitere Messstationen hinzu. Hier wird jeweils täglich, und zwar alle 6 Minuten, der gesamte UV-Bereich von 290 nm bis 400 nm gemessen und ausgewertet. Die aktuellen UV-Indizes können täglich im Internet unter: www.bfs.de/uv/uv2/uvi ab- bzw. aufgerufen werden.

Unter derselben Adresse lassen sich durch das Anklicken des entsprechenden Menüs auch die UV-Indizes für den 21. eines jeden Monats weltweit abrufen.





Maßeinheiten:

In der biologischen Wissenschaft wird die UV-Strahlung als "Erythemwirksame-Halbstunden-Dosis (EHD) angegeben. Diese Maßeinheit gibt an, welche erythemwirksame, also sonnenbrandwirksame, UV-Energie in einer halben Stunde pro m2 auf Meereshöhe auftrifft. Sie wird daher in Joule pro Quadratmeter (J/m2) gemessen. Für die Bevölkerung wird eine besser verständliche Größe verwendet. Dies ist der UV-Index (UV-J) für UV-Strahlung. Dieser Index ist ein Maß für den Tageshöchstwert an sonnenbrandwirksamer UV-Strahlung. Dabei entsprechen etwa 50 Joule/m2 einen UV-Index von 1. Der UV-Index macht eine Aussage darüber, innerhalb welcher Zeit ein bestimmter Hauttyp einen Sonnenbrand ausbildet. Er reicht von 0 - 12. In Deutschland liegen die höchsten Werte etwa bei einem Wert von 8, während weltweit Werte bis zu etwa 12 gemessen werden.

Beispiel:

Bei einem UV-Index von 4 können blonde und hellhäutige Menschen bereits nach einer halben Stunde in der Mittagssonne einen Sonnenbrand erleiden.












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